vielSeitig 2026 – Die Nachlese


  • Mittwoch, 11.11.2026
    16.15 Uhr | Campus Unteres Schloss / Hörsaalzentrum C

    Barbara Yelin
    Von Frauenleben erzählen
    Ein Werkstattgespräch

    Barbara Yelin wurde mit ihrer mehrfach prämierten Graphic Novel Irmina international bekannt. 2016 erhielt sie den Max und Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin und wurde 2023 mit dem Preis Pro meritis scientiae et litterarum des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Ihr Buch Emmie und Arbel. Die Farbe der Erinnerung wurde 2024 u. a. mit dem Gustav Heinemann Friedenspreis für Jugendliteratur bedacht. Im selben Jahr würdigte die Jury des Max und Moritz-Preises Barbara Yelins „tiefgreifende künstlerische Auseinandersetzung mit Menschen und deren Erfahrungen von Verfolgung, Krieg, Flucht und Gewalt sowie ihr nachhaltiges Engagement gegen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit“ mit einem Spezialpreis.
    In ihrem aktuellen Werk Die Giehse – Ein Leben für das Theater 1898 – 1975 erzählt Yelin das Leben von Therese Giehse: Ende der 1920er-Jahre bereits ein Star der Münchner Kammerspiele, Hauptdarstellerin in den Uraufführungen von Brechts Mutter Courage und ihre Kinder und Dürrenmatts Der Besuch der alten Dame, floh die deutsche Ausnahmeschauspielerin 1933 als linke, jüdische und queere Frau in die Schweiz und hat danach rastlos schauspielernd das Weltgeschehen kommentiert, karikiert und dramatisiert – überbordend auf der Bühne, ungehörig präsent und widerständig auch in ihrem Engagement gegen Nationalsozialismus und Krieg und für eine offene Gesellschaft.
    Mit Barbara Yelin sprechen Dr. phil Jana Mikota und Univ. Prof. Dr. Daniel Stein.
    Jana Mikota studierte die Fächer Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Siegen und der Karls-Universität in Prag. Sie promovierte mit einer Arbeit über die Autorin Alice Rühle-Gerstel und die Kinder- und Jugendliteratur im Exil. Daniel Stein ist Professor für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft und zurzeit Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Siegen. Er promovierte über Louis Armstrong und ist seit den frühen 1980er-Jahren eifriger Leser von Comics und verwandten Formen der grafischen Literatur.
    Eintritt frei

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.