Freitag, 06.11.2026


  • 9.30 Uhr | Kulturhaus Lÿz
    Stefan Gemmel
    Abenteuer eines Döner-Checkers
    für Leserinnen und Leser ab 9 Jahren (Klasse 4)

    „24 Stunden lang am PC Zombies jagen? Ohne Schlaf? Ohne Vitamine? Kann ich! Kein Problem!“ Einen Computer zum Zocken und ab und zu einen Döner zwischen die Kiemen – mehr braucht Chris nicht, um gechillt durchs Leben zu gehen. Doch sein Patenonkel will ihn an die frische Luft locken und bietet Chris ein tolles Bike und dazu 1.000 € an, wenn er damit in den Ferien 1.000 Kilometer zurücklegt. Doch so einfach lässt sich Chris nicht aus seiner dämmrigen Wohnhöhle locken. Erst als der Onkel Geld und Fahrrad an Chris‘ Cousin übergeben will, schlägt Chris ein. Die Challenge seines Lebens beginnt …
    Stefan Gemmel schreibt seit vielen Jahren erfolgreich Kinder- und Jugendbücher, die weltweit bereits in 21 Sprachen übersetzt wurden. Für sein Engagement in Sachen Leseförderung wurde ihm 2007 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Bekannt wurde er vor allem durch seine ungewöhnlichen Lesungen, Lesenächte und Workshops in Schulen und Büchereien. 2012 stellte er zusammen mit dem Leserattenservice einen Weltrekord auf, als er mit zwei Lesungen vor jeweils über 5.000 Kindern das bis dahin größte Publikum bei der Lesung eines einzelnen Autors erreichte und es ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte.
    ca. 60 Minuten / Eintritt: 5,- € / Begleitpersonen der Schule haben freien Eintritt.


  • 18 Uhr | Schacht 
    János Jung liest
    Eine kurze Geschichte der Trunkenheit von Mark Forsyth

    Was mit angeschickerten Einzellern in der Ursuppe begann, setzte sich historisch in der immerwährenden menschlichen Tendenz fest, lieber häufiger als seltener zu tief ins Glas zu schauen. Zu jeder Zeit, an jedem Ort der Welt hat eine jede Kultur sich dem alkoholischen Rausch ergeben oder ihn – zweifelsohne erfolglos – bekämpft. Für die Perser eine Voraussetzung zur politischen Debatte, war die Trunkenheit für die alten Griechen ein Mittel zur Selbstdiszipli­nierung und im antiken Ägypten Bedingung für spirituelle Ekstase und Erleuchtung. Kenntnisreich und berauschend witzig beschreibt Mark Forsyth in seiner feuchtfröhlichen Kulturgeschichte des Betrunkenseins, warum wir evolutionär danach streben, dem Alkohol zuzusprechen. Seriös und voller Enthusiasmus berichtet er von alten Ägyptern mit Schlagseite, Weintrinkern im antiken Griechenland und sternhagelvollen Wikingern.
    Mark Forsyth, 1977 in London geboren, studierte Literatur und Linguistik an der University of Oxford. Sein besonderes Interesse gilt der Semantik und Worten, die in der Alltagssprache nicht mehr verwendet werden. In seinem Blog The Inky Fool teilt er seit 2009 seine Liebe zur Sprache. Er lebt in London.
    János Jung hat bereits zahlreiche Hörbücher eingesprochen und als Synchronsprecher gearbeitet. Seine Stimme „muss man mit eigenen Ohren gehört haben. (…) Wie ein Fels, der sich gegen die Brandung stemmt. Gleichzeitig warm wie eine Umarmung an kühlen Sommerabenden.“ (Julia Wildemann, Siegener Zeitung)
    Eintritt: 10,- €  [Tickets online]


  • 20 Uhr | Kulturhaus Lÿz
    Florian Lukas, Annett Renneberg
    und Günter Baby Sommer 
    Leise – Laut – Verboten
    Unvergessene Texte von Autoren aus der DDR mit Jazz-Percussion

    Die Autorin Katja-Lange-Müller, selbst mit 16 Jahren wegen „unsozialistischen Verhaltens“ der Schule verwiesen, hat Texte von DDR-Literaten wie Wolfgang Hilbig, Durs Grünbein, Gabriele Stötzer und Thomas Brasch zusammengestellt. Die SchauspielerIn Annett Renneberg (u. a. In aller Freundschaft, Commissario-Brunetti-Verfilmungen) und Florian Lukas (u. a. Goodbye Lenin, Die Wespe) erinnern im Lÿz an die Unterdrückung kritischer Stimmen und Meinungen, aber auch an die kreative Opposition der Künstler und den politischen Mut von Bürgerinnen, die 1989 zur friedlichen Revolution führten. Jazz-Percussion-Legende Günter Baby Sommer sorgt für den dazugehörigen Sound, der Unruhe, Erwartungen und die spannungsreiche Atmosphäre der Zeit vor der Wende hörbar macht, als viel auf dem Spiel stand.
    Eintritt: VVK 24,- € / AK 26,- € / erm. 20,- € / 585 [Tickets online]


  • 22 Uhr | Kulturhaus Lÿz
    Christoph Tiemann & Theater ex libris
    Der Leichenräuber –
    und andere unheimliche Geschichten
    Lesung mit Musik nach Robert Louis Stevenson und weiteren Meistern des Schauerlichen

    Edinburgh, 19. Jahrhundert. Der Medizinstudent Fettes gerät in den Bann seines geheimnisvollen Dozenten Dr. K., der ihn in ein Netz aus Schweigen, Schuld und makabren Geschäften verstrickt. Als Fettes erkennt, was es mit den nächtlichen ‘Lieferungen’ auf sich hat, ist es längst zu spät. Doch die Toten haben ein längeres Gedächtnis, als man glaubt – und manche Geschichten kehren zurück, um ihre Zuhörer heimzusuchen.
    Robert Louis Stevensons düstere Erzählung Der Leichenräuber führt ins Herz eines Edinburgh, das zwischen akademischem Glanz und nächtlicher Finsternis schwankt – eine Stadt, in der Moral und Abgrund gefährlich nah beieinanderliegen.
    Christoph Tiemann und das Theater ex libris präsentieren Stevensons unheimliche Erzählung in einer atmosphärischen Lesung, ergänzt durch weitere schaurige Geschichten aus der Weltliteratur. Die Kombination aus Stimme und Musik lässt das Publikum tief in die Schattenseiten der 1800er-Jahre eintauchen.
    Eintritt: 10,- € [Tickets online]


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